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Bitwise prognostiziert 4 Billionen Dollar für Stablecoins

Lena MüllerLena Müller
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|6 Min Read
Bitwise prognostiziert 4 Billionen Dollar für Stablecoins
Image: SwissFinanceAI / finance

Bitwise-Investmentchef Matt Hougan erwartet, dass Stablecoins bis 2030 ein Volumen von 4 Billionen Dollar erreichen könnten, falls grosse Technologiekonzerne die Digitalwährungen weiter adaptieren. Für Schweizer Finanzprofis ergeben sich daraus konkrete Chancen und regulatorische Fragen.

Reporting by Lena Müller, Finanzjournalistin, SwissFinanceAI Redaktion

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Bitwise sieht Stablecoins auf dem Weg zu 4 Billionen Dollar

Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise, rechnet damit, dass Stablecoins bis 2030 ein Transaktionsvolumen von 4 Billionen Dollar erreichen könnten. Diese Prognose basiert auf der zunehmenden Adoption durch grosse Technologiekonzerne. «Wenn sehr grosse Tech-Firmen Stablecoins in ihre Plattformen integrieren, könnte das Volumen exponentiell steigen», sagte Hougan gegenüber Cointelegraph. Derzeit liegt das tägliche Handelsvolumen von Stablecoins bei rund 50 Milliarden Dollar. Eine Vervielfachung auf 4 Billionen würde eine jährliche Wachstumsrate von über 50 Prozent bedeuten. Für Schweizer Finanzprofis ist diese Entwicklung relevant, da Stablecoins zunehmend als Zahlungsmittel und Wertaufbewahrungsmittel genutzt werden. Die FINMA hat bereits Richtlinien für Stablecoin-Emissionen erlassen, die eine vollständige Deckung durch Fiat-Währungen oder gleichwertige Vermögenswerte vorschreiben.

Technologiekonzerne treiben die Adoption voran

Hougan verweist auf konkrete Beispiele: PayPal hat 2023 einen eigenen Stablecoin lanciert, und auch Meta (ehemals Facebook) hatte mit Diem (ehemals Libra) ähnliche Pläne, die allerdings an regulatorischen Hürden scheiterten. «Die nächste Welle wird von Unternehmen wie Apple, Amazon oder Google kommen», prognostiziert Hougan. Diese Firmen verfügen über Milliarden von Nutzern und könnten Stablecoins nahtlos in ihre bestehenden Zahlungssysteme integrieren. Für Schweizer KMU bedeutet dies: Wenn ein Schweizer Online-Händler künftig Stablecoin-Zahlungen akzeptieren möchte, muss er die entsprechenden Schnittstellen bereitstellen. Plattformen wie Bexio oder Abacus könnten hier eine Schlüsselrolle spielen, indem sie Stablecoin-Transaktionen in ihre Buchhaltungssysteme integrieren. Ein erster Schritt wäre die Unterstützung von Stablecoin-Zahlungen über gängige Zahlungsdienstleister wie Worldline oder SIX.

Schweizer Banken und Stablecoins: Chancen und Risiken

Die Schweizer Grossbanken zeigen bisher Zurückhaltung gegenüber Stablecoins. Die UBS hat zwar eine eigene Blockchain-Plattform für Anleihen entwickelt, aber Stablecoins sind noch kein Schwerpunkt. Die Credit Suisse (vor der Übernahme) hatte mit der Tokenisierung von Vermögenswerten experimentiert. Für kleinere Banken und Fintechs wie die Zürcher Kantonalbank oder die PostFinance könnte die Integration von Stablecoins jedoch ein Differenzierungsmerkmal sein. «Stablecoins könnten grenzüberschreitende Zahlungen deutlich günstiger machen», sagt Hougan. Derzeit kostet eine Überweisung in die USA über das SWIFT-System oft 20 bis 50 Franken. Mit Stablecoins wären Transaktionen für wenige Rappen möglich. Die FINMA hat in ihrem Rundschreiben 2024/5 klargestellt, dass Stablecoins als Zahlungsmittel unter das Geldwäschereigesetz fallen. Emittenten benötigen eine Bewilligung als Finanzintermediär. Für Schweizer Treuhänder, die Kunden zu Stablecoin-Investitionen beraten, gelten die gleichen Sorgfaltspflichten wie bei traditionellen Anlagen.

Tokenisierung senkt die Einstiegshürde auf 500 Franken

Ein konkreter Anwendungsfall für Stablecoins in der Schweiz ist die Tokenisierung von Vermögenswerten. Die Schweizer Börse SIX hat mit der Digital Exchange (SDX) eine Plattform für tokenisierte Wertpapiere geschaffen. Stablecoins könnten hier als Zahlungsmittel für den Kauf von tokenisierten Aktien oder Anleihen dienen. «Die Einstiegshürde sinkt von 10'000 Franken auf 500 Franken», erklärt ein Sprecher der SDX. Für KMU bedeutet dies: Sie könnten künftig tokenisierte Unternehmensanleihen ausgeben, die von Kleinanlegern über Stablecoins erworben werden. Die Emission würde über eine Blockchain-Plattform abgewickelt, die Kosten für die Emission sinken um bis zu 80 Prozent. Die FINMA hat für solche Tokenisierungsprojekte ein vereinfachtes Prospektverfahren eingeführt, sofern der Emissionsbetrag unter 5 Millionen Franken liegt. Dies eröffnet insbesondere für Schweizer Familienunternehmen neue Finanzierungsmöglichkeiten.

Drei Szenarien für Schweizer Treuhänder

Für Schweizer Treuhänder ergeben sich drei konkrete Szenarien: Erstens die Beratung von Kunden zu Stablecoin-Investitionen. Hier müssen Treuhänder die steuerliche Behandlung kennen: Stablecoins gelten in der Schweiz als Fremdwährungen und unterliegen der Vermögenssteuer. Gewinne aus dem Handel mit Stablecoins sind als Kapitalgewinne steuerfrei, sofern sie nicht als gewerbsmässiger Wertpapierhandel gelten. Zweitens die Integration von Stablecoin-Zahlungen in die Buchhaltung. Treuhänder sollten ihre Kunden fragen, ob sie Stablecoin-Zahlungen akzeptieren möchten. Die Buchhaltung muss dann Transaktionen in Stablecoins korrekt erfassen und in Schweizer Franken umrechnen. Drittens die Prüfung von Stablecoin-Emittenten. Wenn ein Kunde selbst Stablecoins emittieren möchte, muss der Treuhänder die Einhaltung der FINMA-Richtlinien prüfen. Dazu gehört die Sicherstellung der vollständigen Deckung durch Fiat-Währungen und die Einhaltung der Geldwäschereibestimmungen.

Was die Bitwise-Prognose für die Schweiz bedeutet

Die Bitwise-Prognose ist ambitioniert, aber nicht unrealistisch. Sollte sie eintreten, würde dies den Schweizer Finanzplatz grundlegend verändern. Stablecoins könnten das traditionelle Bankensystem ergänzen oder teilweise ersetzen. Die SNB hat bereits mit der digitalen Zentralbankwährung (CBDC) experimentiert, aber eine Einführung ist frühestens 2028 zu erwarten. Bis dahin könnten Stablecoins die Lücke füllen. Für Schweizer Finanzprofis gilt: Die technische Infrastruktur ist vorhanden, die regulatorischen Rahmenbedingungen sind klar. Jetzt geht es um die praktische Umsetzung. Wer frühzeitig in Stablecoin-Integration investiert, kann sich einen Wettbewerbsvorteil sichern. Die Bitwise-Prognose zeigt, dass das Potenzial enorm ist. Ob es ausgeschöpft wird, hängt von der Adoption durch grosse Technologiekonzerne und der Akzeptanz durch die Nutzer ab.


Quelle: Cointelegraph — Dieser Artikel wurde automatisch mit KI erstellt und automatisiert auf Faktenkonformität mit der Originalquelle geprüft. Er wurde nicht individuell redaktionell geprüft.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar. Konsultieren Sie einen zugelassenen Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheide treffen.

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Lena MüllerSchweizer Märkte & Makroökonomie

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References

  1. [1]NewsCredibility: 7/10
    Cointelegraph. "Stablecoin adoption to scale on back of ‘very large’ tech firms: Bitwise." May 7, 2026.

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