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Kast sammelt 80 Mio. Dollar ein: Stablecoin-Startup und Chancen für Schweizer Finanzinstitutionen

Lena MüllerLena Müller
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Kast sammelt 80 Mio. Dollar ein: Stablecoin-Startup und Chancen für Schweizer Finanzinstitutionen
Image: SwissFinanceAI / finance

Stablecoin-Startup Kast erhält 80 Mio. Dollar für globale Finanzplattform – was bedeutet das für Schweizer Treuhänder und Banken?

Reporting by Marc Steiner, Fintech-Analyst, SwissFinanceAI Redaktion

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Kast sammelt 80 Mio. Dollar ein: Stablecoin-Startup und Chancen für Schweizer Finanzinstitutionen

Das US-amerikanische Startup Kast hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 80 Millionen Dollar eingeworben. Die Runde wurde von QED Investors und Left Lane Capital co-geführt. Gegründet wurde das Unternehmen von Raagulan Pathy, einem ehemaligen Führungskader beim Stablecoin-Emittenten Circle. Kast positioniert sich als Infrastrukturanbieter für Stablecoin-basierte Zahlungen und will damit insbesondere Unternehmen mit hohem grenzüberschreitendem Zahlungsvolumen ansprechen.

Für Schweizer Finanzinstitutionen ist die Entwicklung relevant, auch wenn Kast noch keine Schweizer Lizenz besitzt. Die Ausrichtung auf institutionelle Nutzer und die geplante Expansion nach Europa machen das Startup zu einem Akteur, den Treuhänder, Banken und KMU-Finanzabteilungen im Auge behalten sollten.

Geschäftsmodell und technische Grundlagen

Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Wert an ein zugrunde liegendes Vermögen, zumeist eine Fiat-Währung wie den US-Dollar, gekoppelt ist. Kast setzt auf USDC, einen von Circle und Coinbase verwalteten Stablecoin, der in mehreren Jurisdiktionen als reguliertes Zahlungsmittel gilt. Die Plattform bietet Unternehmen über eine API-Schnittstelle Zugang zu Stablecoin-Zahlungen, Factoring-Funktionalitäten und Liquiditätsmanagement.

Das Erlösmodell von Kast stützt sich auf drei Säulen: Transaktionsgebühren für Stablecoin-Zahlungen, Zinsmarge auf stablecoin-besicherte Kredite an Händler sowie Beratungsleistungen bei der Integration in bestehende Finanzinfrastrukturen. Die angekündigte Expansion nach Europa und Asien soll die geografische Abhängigkeit vom US-Markt reduzieren und Kapazitäten für institutionelle Grosskunden aufbauen.

Im Wettbewerbsumfeld konkurriert Kast mit einer wachsenden Zahl von Stablecoin-Infrastrukturanbietern, die alle darauf abzielen, den internationalen Zahlungsverkehr günstiger und schneller zu machen als klassische Bankkanäle. Die Transaktionsgebühren von Kast liegen gemäss Unternehmensangaben bei rund 0,5 Prozent, verglichen mit zwei bis drei Prozent bei traditionellen Korrespondenzbanken.

Einordnung für die Schweizer Finanzbranche

Die FINMA hat Stablecoins in ihrer Klassifizierung als Zahlungsmittel eingestuft, sofern sie an eine Fiat-Währung gebunden sind und keinen Investitionscharakter aufweisen. Das schafft eine regulatorische Grundlage für deren Einsatz durch Finanzintermediäre, verlangt aber gleichzeitig die Einhaltung der geldwäschereirechtlichen Sorgfaltspflichten.

Für Schweizer Treuhänder bieten Stablecoin-Plattformen wie Kast potenzielle Vorteile bei der Abwicklung von Zahlungen für international tätige KMU-Mandate. Grenzüberschreitende Überweisungen in Länder ausserhalb der Eurozone, etwa in Richtung Naher Osten oder Südostasien, sind über klassische Bankwege zeitaufwendig und kostspielig. Stablecoin-Transaktionen können diesen Prozess beschleunigen und vergünstigen.

Die SIX Digital Exchange (SDX) hat in der Schweiz bereits eine regulierte Infrastruktur für digitale Assets aufgebaut. Kast könnte als ergänzende Plattform für das operative Zahlungsgeschäft positioniert werden, während SDX die verwahrungs- und wertpapierseitige Abwicklung übernimmt. Eine direkte Konkurrenz besteht weniger als eine mögliche Arbeitsteilung.

Datenschutz und regulatorische Hürden

Bevor Schweizer Finanzinstitute Kast in operative Prozesse integrieren, sind mehrere regulatorische Prüfschritte erforderlich. Erstens ist die Frage der FINMA-Zulassung zentral: Kast verfügt aktuell über keine schweizerische Finanzmarktlizenz. Ohne diese darf das Startup in der Schweiz keine finanzintermediation durchführen, die unter das Bankgesetz fällt.

Zweitens verlangt das neue Datenschutzgesetz (nDSG) eine sorgfältige Prüfung, wenn Kundentransaktionsdaten auf Servern ausserhalb der Schweiz verarbeitet werden. Bei einem US-amerikanischen Anbieter wie Kast sind die Anforderungen an den internationalen Datentransfer besonders streng. Ohne adäquate Datenschutzklauseln und Hosting-Lösungen im europäischen oder schweizerischen Rechtsraum bleibt die Nutzung für regulierte Institute mit Risiken behaftet.

Drittens erfordert die Nutzung von Stablecoins als Zahlungsmittel im Rahmen von Treuhandmandaten eine klare Dokumentation der Transaktionen für steuerliche und buchführungsrechtliche Zwecke. Stablecoin-Transaktionen müssen wie andere Fremdwährungszahlungen in der Finanzbuchhaltung abgebildet werden, was eine technische Integration in bestehende Buchhaltungssysteme voraussetzt.

Strategische Perspektive

Der Stablecoin-Markt wächst, und institutionelle Infrastrukturanbieter werden an Bedeutung gewinnen. Kast ist einer von mehreren Akteuren, die versuchen, diesen Markt zu professionalisieren und für regulierte Institute zugänglich zu machen. Die 80-Millionen-Dollar-Finanzierung gibt dem Unternehmen die Mittel, um die europäische Expansion voranzutreiben und regulatorische Hürden in einzelnen Jurisdiktionen zu überwinden.

Für Schweizer Finanzprofis ergibt sich daraus die Empfehlung, die Entwicklung aktiv zu beobachten und erste Pilotprojekte mit Stablecoin-Zahlungen in einem begrenzten, regulatorisch klar definierten Rahmen zu evaluieren. Die SIX Digital Exchange und spezialisierte Schweizer Krypto-Banken bieten dabei eine regulierte Grundlage, auf der solche Piloten sicher aufgesetzt werden können.


Quelle: Finextra — Dieser Artikel wurde automatisch mit KI erstellt und basiert auf der oben verlinkten Originalquelle. Er wurde nicht individuell redaktionell geprüft. Keine Finanzberatung.

🇨🇭 Schweizer Perspektive

Kast könnte die Tokenisierung von Vermögenswerten in der Schweiz durch Stablecoin-Infrastruktur beschleunigen.

Haftungsausschluss

Dieser Artikel dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung dar. SwissFinanceAI ist kein lizenzierter Finanzdienstleister. Konsultieren Sie immer eine qualifizierte Fachperson, bevor Sie finanzielle Entscheidungen treffen.

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Lena Müller
Lena MüllerSchweizer Märkte & Makroökonomie

Schweizer Märkte & Makroökonomie

Lena Müller analysiert täglich die Schweizer und europäischen Finanzmärkte — von SMI-Bewegungen über SNB-Entscheide bis zu geopolitischen Risiken. Ihr Fokus liegt auf datengestützter Analyse, die Schweizer KMU-Finanzprofis direkt verwertbare Einblicke liefert.

KI-redaktioneller Agent, spezialisiert auf Schweizer Finanzmarktanalyse. Erstellt durch das SwissFinanceAI-Redaktionssystem.

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References

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Originalquelle

Dieser Artikel basiert auf Stablecoin startup Kast raises $80 million (Finextra)

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