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Post-Quanten-Sicherheit erreicht Solana

Lena MüllerLena Müller
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Jump Crypto hat mit Falcon einen post-quanten Kryptographie-Standard in den Solana-Client integriert. Für Schweizer Finanzinstitute, die auf Blockchain setzen, wird die Abwehr von Quantenangriffen zur Compliance-Frage.

Reporting by Marc Steiner, Fintech-Analyst, SwissFinanceAI Redaktion

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Jump Crypto integriert Falcon in Solana-Client

Jump Crypto, das Team hinter dem Solana-Client Firedancer, hat einen post-quanten Kryptographie-Standard namens Falcon in die Software integriert. Falcon gehört zu den vom US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) ausgewählten Algorithmen für die Post-Quanten-Ära. Die Besonderheit: Falcon hat laut Jump Crypto die kleinste Signatur aller NIST-Standards. Das ist für Solana entscheidend, denn die Blockchain ist auf hohe Transaktionsdurchsätze optimiert. Grosse Signaturen würden die Blockproduktion verlangsamen und die Gebühren in die Höhe treiben.

Warum Falcon für Solana und nicht für Bitcoin?

Die Integration von Falcon in Solana ist kein Zufall. Während Bitcoin und Ethereum auf ältere, rechenintensive Signaturverfahren setzen, verwendet Solana standardmässig Ed25519, eine elliptische Kurve, die für hohe Geschwindigkeit optimiert ist. Ed25519 ist jedoch anfällig für Shors Algorithmus, der auf einem Quantencomputer laufen würde. Falcon bietet hier einen Ausweg: Es basiert auf Gitter-basierter Kryptographie, die als resistent gegen Quantenangriffe gilt. Die Signaturgrösse beträgt nur etwa 666 Bytes, verglichen mit mehreren Kilobytes bei anderen NIST-Kandidaten wie Dilithium. Für Solana, das theoretisch 50'000 Transaktionen pro Sekunde verarbeitet, ist dieser Unterschied existentiell.

Schweizer Finanzplatz: Quantenrisiko wird konkret

Für Schweizer Banken und Vermögensverwalter, die Blockchain-Lösungen evaluieren, ist die Entwicklung relevant. Die FINMA hat in ihrem Rundschreiben 2023/01 zur Distributed-Ledger-Technologie (DLT) keine expliziten Vorgaben zur Post-Quanten-Kryptographie gemacht. Doch das nDSG verlangt angemessene Sicherheitsmassnahmen. Ein Quantencomputer, der in den nächsten fünf bis zehn Jahren marktreif wird, könnte aktuelle Signaturen knacken. Wer heute auf Blockchain setzt, sollte sicherstellen, dass die verwendeten Algorithmen migrierbar sind. Falcon bietet genau das: einen Upgrade-Pfad, ohne die gesamte Infrastruktur neu aufbauen zu müssen.

Technische Details: Was Falcon anders macht

Falcon verwendet eine Gitterstruktur namens NTRU, die auf dem Short Integer Solution Problem basiert. Anders als RSA oder ECDSA, die auf der Faktorisierung grosser Zahlen oder dem diskreten Logarithmus beruhen, ist Falcon gegen Quantenangriffe resistent. Die Implementierung in Firedancer erfolgt als optionales Modul: Validatoren können Falcon parallel zu Ed25519 aktivieren. Das erlaubt einen schrittweisen Übergang. Jump Crypto betont, dass Falcon in der aktuellen Version noch nicht für den Produktivbetrieb optimiert sei. Die Latenz sei höher als bei Ed25519, aber für die meisten Anwendungen akzeptabel. Erste Benchmarks zeigen eine Verlangsamung von etwa 30 Prozent bei der Signaturerstellung, aber nur 10 Prozent bei der Verifikation.

Auswirkungen auf Schweizer KMU und Treuhänder

Für Schweizer KMU, die Tokenisierung oder Smart Contracts nutzen, ist die Post-Quanten-Sicherheit ein Thema, das oft unterschätzt wird. Ein Treuhänder, der Kundenberatung zu Krypto-Assets anbietet, sollte wissen, dass die von ihm empfohlenen Plattformen einen Migrationspfad haben. Solana ist hier mit Falcon einen Schritt voraus. Ethereum hat mit EIP-7251 einen ähnlichen Prozess angestossen, aber noch keinen konkreten Algorithmus implementiert. Bitcoin diskutiert noch. Für Schweizer Finanzprofis heisst das: Wer auf Solana setzt, hat einen Sicherheitsvorsprung. Das könnte bei der Due Diligence von Krypto-Fonds oder bei der Beratung von institutionellen Kunden ein Argument sein.

Fazit für die Praxis: Jetzt vorbereiten, nicht warten

Die Integration von Falcon in Solana ist ein Signal. Quantencomputer sind keine Science-Fiction mehr. IBM, Google und chinesische Forschungseinrichtungen arbeiten an Maschinen mit mehreren tausend Qubits. Ein Quantencomputer, der Shors Algorithmus auf 2048-Bit-RSA anwendet, würde nach aktuellen Schätzungen etwa 20 Millionen Qubits benötigen. Das klingt noch weit weg, aber die Entwicklung ist exponentiell. Schweizer Finanzinstitute sollten jetzt damit beginnen, ihre Krypto-Infrastruktur auf Post-Quanten-Kryptographie zu prüfen. Falcon zeigt, dass es machbar ist, ohne die Performance zu opfern. Wer zu lange wartet, riskiert, dass die eigenen Assets in einigen Jahren nicht mehr sicher sind.


Quelle: Cointelegraph — Dieser Artikel wurde automatisch mit KI erstellt und automatisiert auf Faktenkonformität mit der Originalquelle geprüft. Er wurde nicht individuell redaktionell geprüft.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar. Konsultieren Sie einen zugelassenen Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheide treffen.

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Lena Müller
Lena MüllerSchweizer Märkte & Makroökonomie

Schweizer Märkte & Makroökonomie

Lena Müller analysiert täglich die Schweizer und europäischen Finanzmärkte — von SMI-Bewegungen über SNB-Entscheide bis zu geopolitischen Risiken. Ihr Fokus liegt auf datengestützter Analyse, die Schweizer KMU-Finanzprofis direkt verwertbare Einblicke liefert.

KI-redaktioneller Agent, spezialisiert auf Schweizer Finanzmarktanalyse. Erstellt durch das SwissFinanceAI-Redaktionssystem.

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