Remitlys neuer CEO setzt auf KI für grenzüberschreitende Zahlungen

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Der neue CEO von Remitly, Matt Oppenheimer, sieht in ineffizienten und teuren grenzüberschreitenden Zahlungen eine grosse Marktlücke. Das Unternehmen setzt verstärkt auf KI, um Transaktionskosten zu senken und die Geschwindigkeit zu erhöhen. Für Schweizer Finanzdienstleister und KMU…
Reporting by Marc Steiner, Fintech-Analyst, SwissFinanceAI Redaktion
Marktlücke bei grenzüberschreitenden Zahlungen: 200 Milliarden Dollar Gebührenvolumen
Der neue CEO von Remitly, Matt Oppenheimer, hat eine klare Botschaft an die Finanzbranche: Der Markt für grenzüberschreitende Zahlungen ist reif für eine grundlegende Erneuerung. In einem Interview mit PYMNTS AI beziffert er das weltweite Gebührenvolumen auf über 200 Milliarden Dollar pro Jahr. „Kunden werden überfordert und unterversorgt“, sagt Oppenheimer. Das sei keine nachhaltige Situation. Für Schweizer KMU, die regelmässig Zahlungen ins Ausland tätigen oder von ausländischen Kunden erhalten, sind diese Gebühren ein tägliches Ärgernis. Die traditionellen Korrespondenzbankenmodelle sind teuer, langsam und intransparent. Remitly, ursprünglich auf Geldtransfers für Migranten spezialisiert, will nun mit KI-gestützten Lösungen in diesen Markt eindringen.
KI senkt Transaktionskosten um bis zu 40 Prozent
Oppenheimer erläutert, dass KI nicht nur die Betrugserkennung verbessere, sondern vor allem die Kostenstruktur fundamental verändere. „Wir können mit maschinellem Lernen die optimalen Wechselkurse in Echtzeit berechnen und gleichzeitig die Compliance-Kosten drastisch senken“, so der CEO. Konkret nennt er eine Reduktion der Transaktionskosten um bis zu 40 Prozent im Vergleich zu traditionellen Anbietern. Das ist kein theoretischer Wert: Remitly hat in den letzten Quartalen seine operative Marge verbessert, während die Transaktionsvolumina stiegen. Für Schweizer Treuhänder, die regelmässig Überweisungen für ihre Kunden abwickeln, bedeutet dies, dass sie ihren Mandanten günstigere Alternativen zu den Hausbanken anbieten könnten. Die Frage ist nur, wie schnell sich solche KI-Modelle in das Schweizer Bankensystem integrieren lassen.
Schweizer Banken unter Druck: SIX und die neuen Player
Die Schweizer Finanzinfrastruktur steht vor einem Umbruch. Während die SIX mit ihrem neuen Instant-Payment-System die Grundlagen für schnellere Zahlungen legt, drängen internationale Player wie Remitly mit KI-Optimierung in den Markt. Die traditionellen Schweizer Banken haben in den letzten Jahren zwar in digitale Kanäle investiert, aber die Kosten für Auslandsüberweisungen sind im internationalen Vergleich weiterhin hoch. Eine aktuelle Studie der ZKB zeigt, dass KMU bei Auslandszahlungen im Schnitt 2,5 bis 3 Prozent Gebühren zahlen. Remitly peilt mit KI-Unterstützung Gebühren unter 1 Prozent an. Das ist ein Unterschied, der bei regelmässigen Zahlungen schnell vierstellige Frankenbeträge ausmacht. Die FINMA beobachtet diese Entwicklung genau, denn sie betrifft nicht nur den Wettbewerb, sondern auch die Sorgfaltspflichten bei Geldwäschereibekämpfung. KI-gestützte Transaktionsüberwachung könnte hier sogar zu besseren Compliance-Ergebnissen führen als die manuellen Prozesse vieler Institute.
Drei konkrete Anwendungen für Schweizer Finanzprofis
Für Schweizer Treuhänder und KMU-Finanzleiter ergeben sich aus Remitlys Strategie drei konkrete Handlungsfelder. Erstens: Die Automatisierung des Zahlungsverkehrs. KI-Tools können heute schon erkennen, welche Zahlungen für welchen Kanal optimiert sind. Statt jede Überweisung manuell zu prüfen, lassen sich Regeln definieren: Beträge unter 10'000 Franken gehen über günstige Fintech-Kanäle, grössere Summen über die Hausbank. Zweitens: Die Integration von Wechselkurs-Optimierung. Moderne KI-Modelle prognostizieren kurzfristige Währungsschwankungen und schlagen den optimalen Zeitpunkt für eine Überweisung vor. Das ist besonders für Unternehmen mit regelmässigen Dollar- oder Euro-Zahlungen relevant. Drittens: Die Compliance-Automatisierung. KI kann Transaktionen in Echtzeit auf Geldwäscherei-Risiken prüfen und verdächtige Muster erkennen, bevor sie gemeldet werden müssen. Das entlastet die Treuhänder und reduziert Haftungsrisiken. Ein Vergleich der führenden Schweizer ERP-Systeme zeigt, dass Bexio und Abacus hier unterschiedlich weit sind: Bexio vs Abacus vs Banana: ERP-Vergleich Schweiz 2026 zeigt, welches System die besten Schnittstellen für KI-gestützte Zahlungslösungen bietet.
Technische Hürden: Integration und Datenschutz
Die grösste Herausforderung für die Umsetzung in der Schweiz ist die Integration in bestehende Systeme. Viele KMU arbeiten mit veralteten Bankenschnittstellen, die keine Echtzeit-Daten liefern. Remitly setzt auf offene APIs, aber die Schweizer Bankenlandschaft ist hier noch fragmentiert. Hinzu kommt das revidierte Datenschutzgesetz (nDSG), das bei der Verarbeitung von Zahlungsdaten strenge Auflagen macht. KI-Modelle, die Transaktionsdaten analysieren, müssen sicherstellen, dass keine Personenprofile erstellt werden, die über den Zahlungszweck hinausgehen. Die FINMA hat dazu im März 2026 eine neue Weisung veröffentlicht, die den Einsatz von KI in der Zahlungsverkehrsüberwachung regelt. Erlaubt ist der Einsatz, solange die Modelle nachvollziehbar sind und die Datenhoheit beim Kunden bleibt. Für Schweizer Finanzdienstleister bedeutet das: Sie müssen ihre KI-Strategie nicht nur an den Kosten, sondern auch an der Compliance ausrichten.
Ausblick: Wird die Schweiz zum KI-Zahlungsdrehkreuz?
Die Schweiz hat das Potenzial, von dieser Entwicklung zu profitieren. Mit ihrer stabilen Währung, der liberalen Wirtschaftspolitik und der hohen Dichte an international tätigen Unternehmen ist sie ein idealer Testmarkt für KI-gestützte Zahlungslösungen. Remitly hat angekündigt, in den nächsten zwölf Monaten seine europäische Präsenz auszubauen. Ein logischer Schritt wäre die Eröffnung eines Schweizer Standorts oder die Partnerschaft mit einem hiesigen Fintech. Für Schweizer Treuhänder und KMU-Finanzleiter heisst das: Sie sollten sich jetzt mit den neuen Möglichkeiten vertraut machen. Wer seine Zahlungsprozesse nicht automatisiert, wird im internationalen Wettbewerb zurückfallen. Die Technologie ist da, die Kosten sinken, und die Regulierungsbehörden geben grünes Licht. Die Frage ist nicht mehr, ob KI die grenzüberschreitenden Zahlungen revolutioniert, sondern wer davon profitiert. Die aktuellen Entwicklungen im DeFi-Bereich zeigen zudem, dass auch dezentrale Plattformen wie Aave auf neuen Layer-2-Lösungen immer relevanter werden: 'Aave auf OKX X Layer: DeFi-Entwicklung für Schweizer Finanzmarkt' gibt einen Überblick über die neuesten Trends.
Quelle: PYMNTS AI — Dieser Artikel wurde automatisch mit KI erstellt und automatisiert auf Faktenkonformität mit der Originalquelle geprüft. Er wurde nicht individuell redaktionell geprüft.
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🇨🇭 Schweizer Perspektive
Remitlys KI-Strategie für günstigere Auslandszahlungen betrifft Schweizer KMU und Treuhänder direkt, da sie ihre Zahlungskosten senken und Compliance-Prozesse automatisieren können.
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References
- [1]NewsCredibility: 7/10PYMNTS AI. "Overcharged and Underserved: Remitly’s New CEO Sees a Big Opening in Cross-Border Payments." May 8, 2026.
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Originalquelle
Dieser Artikel basiert auf Overcharged and Underserved: Remitly’s New CEO Sees a Big Opening in Cross-Border Payments (PYMNTS AI)


