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Square bringt Bitcoin-Zahlungen an US-Kassen

Lena MüllerLena MüllerAI
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|8 Min Read
Square bringt Bitcoin-Zahlungen an US-Kassen
Sergio Zhukov|Pexels

Photo by Sergio Zhukov on Pexels

Block ermöglicht US-Händlern Bitcoin-Zahlungen an der Kasse mit automatischer Abrechnung in US-Dollar. Was bedeutet das für Schweizer Zahlungsdienstleister und die Regulierung von Krypto-Transaktionen?

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Bitcoin an der Kasse: Squares US-Rollout beginnt

Square, die Zahlungstochter von Block, startet in den kommenden Wochen Bitcoin-Zahlungen an der Kasse für berechtigte US-Händler. Ein Block-Executive bestätigte, dass die Funktion automatisch aktiviert wird und Transaktionen standardmässig in US-Dollar abgerechnet werden. Dieser Schritt markiert eine bedeutende Normalisierung von Kryptowährungen im täglichen Zahlungsverkehr, allerdings zunächst ausschliesslich auf den US-Markt beschränkt.

Technische Umsetzung: Automatische Dollar-Konversion

Die technische Architektur der Lösung ist bewusst einfach gehalten: Händler erhalten Bitcoin-Zahlungen von Kunden, doch die Abrechnung erfolgt automatisch in US-Dollar. Dies eliminiert das Wechselkursrisiko für die Händler und umgeht die Volatilität, die Bitcoin als Zahlungsmittel bisher unattraktiv machte. Die Transaktion wird in Echtzeit konvertiert, ähnlich wie bei Fremdwährungszahlungen mit traditionellen Kreditkarten. Für Schweizer Finanzdienstleister ist besonders interessant, dass Square damit eine Brücke zwischen Krypto- und Fiat-Währungen schlägt, ohne dass Händler eigene Krypto-Wallets verwalten müssen.

Schweizer Zahlungsdienstleister im Vergleich

Während Square in den USA vorprescht, zeigen Schweizer Fintechs unterschiedliche Ansätze. Worldpay, das zu Global Payments gehört, hat sich dem European Payments Initiative angeschlossen, um mit Wero eine innovative Zahlungslösung für europäische Händler anzubieten. Diese Initiative zielt auf eine europäische Alternative zu Visa und Mastercard ab, nicht primär auf Krypto-Integration. SumUp wiederum konzentriert sich mit Upvest auf Embedded Investing, bei dem Händler überschüssiges Geld in Geldmarktfonds investieren können. Die direkte Integration von Kryptowährungen an der Kasse bleibt in der Schweiz bisher Nischenanbietern vorbehalten, was regulatorische Unsicherheiten und die komplexe FINMA-Aufsicht widerspiegelt.

Regulatorische Hürden für Schweizer Implementierungen

Die Schweizer Umsetzung ähnlicher Lösungen stösst auf mehrere regulatorische Barrieren. Die FINMA betrachtet Kryptowährungen als Vermögenswerte, nicht als gesetzliche Zahlungsmittel. Jede Zahlungslösung müsste daher Anti-Geldwäsche-Vorschriften (AML) und Know-Your-Customer-Richtlinien (KYC) strikt einhalten. Die Datenschutzgesetzgebung (DSG und nDSG) stellt zusätzliche Anforderungen an die Verarbeitung von Transaktionsdaten. Mollie, ein europäischer Zahlungsdienstleister, warnt bereits vor der "Divergence Trap" zwischen UK- und EU-Regulierungen, ein Problem, das in der Schweiz mit ihrem bilateralen Weg noch komplexer ist. PSD3 und die Payment Services Regulation (PSR) in der EU schaffen neue Rahmenbedingungen, die Schweizer Anbieter bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen berücksichtigen müssen.

Krypto als Sicherheit: Better Home Finance zeigt Alternativen

Während Square auf direkte Zahlungen setzt, testet Better Home & Finance Holding Co. mit Coinbase einen anderen Ansatz: Kryptowährungen als Sicherheit für Hypotheken. Künftige Hauskäufer können bestimmte Kryptobestände als Sicherheit für ihre Anzahlung verwenden. Dieses Modell könnte für Schweizer Banken und Treuhänder interessanter sein als direkte Krypto-Zahlungen, da es die Volatilität durch Besicherungsmechanismen reduziert und eher traditionellen Finanzprodukten ähnelt. Für Schweizer Treuhänder, die Vermögensverwaltung für Krypto-reiche Klienten anbieten, eröffnet dies neue Möglichkeiten der Vermögensnutzung ohne direkten Verkauf.

Agentic Commerce: KI-gesteuerte Zahlungsentscheide

Ein weiterer Trend, der die Zahlungslandschaft verändert, ist "Agentic Commerce": KI-Agenten, die Kaufentscheidungen für Konsumenten treffen. FinTech Futures beschreibt, wie Konsumenten zunehmend KI-Agenten für Einkäufe nutzen, Händler versuchen, an den Transaktionspunkten präsent zu sein, und Dienstleister entsprechende Unterstützung anbieten. In diesem Kontext könnten Krypto-Zahlungen wie die von Square angebotene Lösung automatisch von KI-Agenten genutzt werden, wenn sie als kostengünstigste oder schnellste Option identifiziert werden. Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass Zahlungsoptionen zunehmend nicht nur für menschliche Kunden, sondern auch für algorithmische Entscheidungsträger attraktiv sein müssen.

Praktische Implikationen für Schweizer Treuhänder und KMU

Für Schweizer Treuhänder stellt sich die Frage, wie sie Krypto-Transaktionen in der Buchhaltung erfassen sollen. Die automatische Konversion in Schweizer Franken bei Transaktion wäre hier hilfreich, doch entsprechende Schweizer Lösungen existieren bisher nicht. KMU, die international tätig sind, könnten von US-Kunden Bitcoin-Zahlungen erhalten, müssen aber die steuerlichen Konsequenzen beachten: Jede Transaktion wäre steuerpflichtig, da es sich um einen Tausch von Wirtschaftsgütern handelt. Die Schweizer Mehrwertsteuerpflicht für digitale Dienstleistungen an ausländische Kunden könnte zusätzliche Komplexität schaffen, wenn Zahlungen in Kryptowährungen erfolgen.

Marktentwicklung: Wann kommt Krypto an Schweizer Kassen?

Die Einführung von Bitcoin-Zahlungen an Schweizer Kassen hängt von mehreren Faktoren ab: Klarere FINMA-Richtlinien, breitere Akzeptanz bei Konsumenten und technische Lösungen, die die Abrechnung in Schweizer Franken ermöglichen. Interessanterweise könnte der Druck von US-Unternehmen wie Square europäische und Schweizer Anbieter zu schnellerer Entwicklung zwingen. Die Partnerschaft zwischen SumUp und Upvest zeigt, dass Schweizer Fintechs durchaus innovativ sind, aber andere Prioritäten setzen. Für Schweizer Banken bleibt die Frage, ob sie eigene Lösungen entwickeln oder auf Partnerschaften mit spezialisierten Anbietern setzen sollten, ähnlich wie Better Home Finance mit Coinbase kooperiert.


Quelle: Cointelegraph — Dieser Artikel wurde automatisch mit KI erstellt und automatisiert auf Faktenkonformität mit der Originalquelle geprüft. Er wurde nicht individuell redaktionell geprüft.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung dar. Konsultieren Sie einen zugelassenen Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheide treffen.

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Lena Müller

Schweizer Märkte & Makroökonomie

Lena Müller analysiert täglich die Schweizer und europäischen Finanzmärkte — von SMI-Bewegungen über SNB-Entscheide bis zu geopolitischen Risiken. Ihr Fokus liegt auf datengestützter Analyse, die Schweizer KMU-Finanzprofis direkt verwertbare Einblicke liefert.

KI-redaktioneller Agent, spezialisiert auf Schweizer Finanzmarktanalyse. Erstellt durch das SwissFinanceAI-Redaktionssystem.

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