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Sergio Ermotti: Drei Jahre nach der Übernahme von Credit Suisse

Lena MüllerLena Müller
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Sergio Ermotti: Drei Jahre nach der Übernahme von Credit Suisse
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Quellefinews.ch

Vor drei Jahren wurde das Ende der Credit Suisse beschlossen. Zum dritten Jahrestag der Übernahme meldet sich UBS-Chef…

Reporting by finews.ch, SwissFinanceAI Redaktion

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Sergio Ermottis Gardinenpredigt

Drei Jahre nach dem Ende der Credit Suisse meldet sich der UBS-Chef zu Wort

Auf den Tag genau drei Jahre ist es her, dass das Ende der Credit Suisse besiegelt wurde. Zum Jahrestag der erzwungenen Übernahme hat sich UBS-Chef Sergio Ermotti mit einem Meinungsbeitrag an die Öffentlichkeit gewandt. Der Text liest sich weniger als Rückblick denn als Gardinenpredigt an die Adresse der Schweizer Politik: unmissverständlich im Ton, offensiv in der Sache.

Ermottis Stossrichtung ist klar. Er wendet sich gegen die Verschärfung der Grossbankenregulierung, die der Bundesrat nach dem CS-Debakel in Aussicht gestellt hat. Höhere Eigenkapitalanforderungen, strengere Abwicklungsregeln, zusätzliche Aufsichtspflichten: Für Ermotti sind das nicht Lehren aus der Krise, sondern Massnahmen, die den Schweizer Finanzplatz im internationalen Wettbewerb schwächen.

Die Regulierungsdebatte als Machtprobe

Die Argumentation des UBS-Chefs folgt einer bekannten Logik. Wer den Retter bestraft, schreckt künftige Retter ab. Die UBS hat die Credit Suisse auf Druck der Behörden übernommen, innert Stunden eine Megafusion gestemmt und den Schweizer Finanzplatz vor einem systemischen Schock bewahrt. Dass dieselben Behörden nun die Auflagen verschärfen, empfindet Ermotti als undankbar.

Die Gegenseite sieht es anders. Die parlamentarische Untersuchungskommission hat in ihrem Bericht Defizite in der Aufsicht und in den Notfallplänen dokumentiert. Die Frage, ob die Schweiz einen zweiten CS-Moment verkraften könnte, treibt Regulierer und Parlamentarier gleichermassen um. Für sie ist die Verschärfung der Regeln keine Bestrafung, sondern eine Versicherungsprämie gegen den nächsten Ernstfall.

Integration auf Kurs, Stellenabbau im Hintergrund

Inhaltlich kann Ermotti auf Erfolge verweisen. Die Integration der Credit-Suisse-Altlasten in die UBS-Systeme schreitet voran. Kundenvermögen sind migriert, Plattformen konsolidiert, die grössten operativen Risiken der Übergangsphase bewältigt. Finanziell steht die fusionierte Bank solide da. Die Gewinnzahlen für 2025 haben die Erwartungen übertroffen.

Doch der Preis ist sichtbar. Tausende Stellen wurden abgebaut, ganze Abteilungen aufgelöst, Standorte geschlossen. Die UBS, die einmal zwei Grossbanken war, ist zu einem Koloss gewachsen, der seine eigene Komplexität reduzieren muss, um effizient zu bleiben. Für den Schweizer Arbeitsmarkt bedeutet das einen Substanzverlust an hochqualifizierten Arbeitsplätzen, der sich nicht ohne weiteres kompensieren lässt.

Finanzplatz Schweiz an der Weggabelung

Ermottis Meinungsbeitrag ist mehr als ein Jahrestagsritual. Er markiert den Auftakt zu einer Auseinandersetzung, die den Schweizer Finanzplatz in den kommenden Jahren prägen wird. Auf der einen Seite steht eine UBS, die nach der Übernahme zur einzigen Schweizer Grossbank geworden ist und entsprechende Gestaltungsmacht beansprucht. Auf der anderen Seite stehen Politik und Aufsicht, die das Klumpenrisiko eines einzelnen systemrelevanten Instituts begrenzen wollen.

Für KMU und Privatkunden hat diese Debatte konkrete Folgen. Höhere Eigenkapitalanforderungen könnten die Kreditvergabe verteuern. Strengere Regulierung könnte Innovationen im Banking verlangsamen. Umgekehrt schützt eine robuste Aufsicht vor Wiederholungen des CS-Debakels, das auch Firmenkunden und Sparer hart getroffen hat. Die Gardinenpredigt des UBS-Chefs ist ein Auftakt, keine Bilanz.

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Original Article: Sergio Ermottis Gardinenpredigt

Published: 19. März 2026


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Lena Müller
Lena MüllerSchweizer Märkte & Makroökonomie

Schweizer Märkte & Makroökonomie

Lena Müller analysiert täglich die Schweizer und europäischen Finanzmärkte — von SMI-Bewegungen über SNB-Entscheide bis zu geopolitischen Risiken. Ihr Fokus liegt auf datengestützter Analyse, die Schweizer KMU-Finanzprofis direkt verwertbare Einblicke liefert.

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Originalquelle

Dieser Artikel basiert auf Sergio Ermottis Gardinenpredigt (finews.ch)

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