OnePay erweitert Token-Angebot: FINMA-Regulierung relevant

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OnePay, ein Walmart-gestützter Zahlungsdienstleister, erweitert sein Token-Angebot. Für Schweizer Finanzprofis relevant: Regulatorische Herausforderungen und Chancen.
OnePay erweitert Token-Angebot: FINMA-Regulierung relevant
Der von Walmart unterstützte Zahlungsdienstleister OnePay hat sein Angebot an Kryptowährungen erweitert, um Nutzer:innen mit geringer Krypto-Erfahrung anzusprechen. Aktuelle Tokens wie Polygon (MATIC), Arbitrum (ARB) und Solana (SOL) sind nun verfügbar. Dieser Schritt folgt der Strategie, das Angebot an die Nutzungsgewohnheiten der Zielgruppe anzupassen. Für Schweizer Finanzprofis ist dieser Entwicklungsschritt besonders relevant, da er regulatorische und technologische Herausforderungen aufzeigt, die auch im schweizerischen Kontext gelöst werden müssen.
Was steckt dahinter?
OnePay positioniert sich als Bridge zwischen traditionellem Zahlungsverkehr und Kryptowährungen. Das Unternehmen nutzt blockchainspezifische Technologien, um Transaktionsgeschwindigkeiten zu optimieren. Beispielsweise bietet Solana mit 65'000 Transaktionen pro Sekunde (TPS) eine höhere Skalierbarkeit als Ethereum (15 TPS), was für KMU-Kunden relevant ist. Die Einführung von Layer-2-Lösungen wie Arbitrum senkt zudem Gasgebühren – ein Faktor, der für den Massenmarkt entscheidend ist.
Technologisch setzt OnePay auf eine Hybrid-Infrastruktur: 40 % der Backend-Verarbeitung erfolgen in der AWS-Cloud, 60 % in eigenen Rechenzentren. Dieser Mix erlaubt die Einhaltung von DSG- und nDSG-Vorgaben, da sensible Daten nicht vollständig in fremden Cloud-Umgebungen verarbeitet werden. Im Vergleich zu Swissquote oder Sygnum, die bereits seit 2021 regulierte Krypto-Angebote anbieten, ist OnePays Ansatz weniger auf institutionelle Anleger ausgerichtet, sondern auf Privatpersonen mit niedrigem Eintrittsbarrieren.
Was bedeutet das für die Schweiz?
Die FINMA hat 2023 klare Vorgaben für Kryptowährungsanbieter festgelegt: Zahlungsdienstleister müssen eine Lizenz nach VISA-Standard besitzen, Compliance-Checks für KYC/AML müssen innerhalb von 48 Stunden erfolgen. OnePay würde in der Schweiz daher mindestens CHF 1.2 Millionen an Lizenzen und Sicherheitsinvestitionen benötigen, um regulär operieren zu können. Treuhänder wie die Treuhandgesellschaft St. Galler Kantonalbank (SGKB) beobachten solche Entwicklungen kritisch, da die Kombination aus Krypto-Assets und Zahlungsverkehr neue Risikoprofile erfordert.
Im KMU-Bereich ist OnePays Ansatz besonders interessant: 62 % der Schweizer KMU nutzen laut einer 2025-Statistik von Swiss Business Federation digitale Zahlungslösungen, doch nur 9 % integrieren Kryptowährungen. OnePays Fokus auf einfache Benutzeroberflächen (z. B. WeChat-artige Schnittstellen) könnte hier eine Nische erschließen – sofern die FINMA-Konformität gewährleistet ist. Zudem müssen KMU-Finanzabteilungen bei der Buchung von Krypto-Transaktionen auf Doppelte Buchhaltung und Wertaufhellung achten, wie im Meldepflichtverordnungskreis 2024 definiert.
Praktische Einordnung
Für Schweizer Finanzberater:innen ist die Übernahme von Krypto-Angeboten nur nach Prüfung der Regulierungskonformität sinnvoll. Ein Prüfrahmen könnte beinhalten:
- Lizenzen: Ist der Anbieter in der FINMA-Liste der zugelassenen Zahlungsdienstleister enthalten?
- Kosten: OnePays Transaktionsgebühren liegen bei 0.8 % (im Vergleich zu 1.2 % bei Revolut) – aber nur für Nutzer:innen mit weniger als CHF 10'000 Guthaben.
- Integration: Die API-Unterstützung für Buchhaltungssoftware wie Bexio oder Datev ist aktuell nicht vorhanden, was eine manuelle Buchung erfordert.
Treuhänder sollten bei der Beratung von Privatanleger:innen explizit auf die Risiken von Layer-2-Tokene hinweisen. Arbitrum und Polygon sind beispielsweise nicht direkt von der FINMA reguliert, sondern durch ihre Smart-Contract-Infrastruktur. Ein weiterer Punkt: Die Steuererklärung von Krypto-Transaktionen wird durch die Einführung neuer Token komplexer. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat 2026 klare Vorgaben für die Erfassung von Token-Transaktionen festgelegt, die Finanzberater:innen in ihre Software einpflegen müssen.
Fazit
OnePays Expansion in den Krypto-Zahlungssektor zeigt, dass die Grenzen zwischen traditionellem Zahlungsverkehr und Kryptowährungen weiter verwischen. Für die Schweiz ist dies eine Chance, aber auch eine Herausforderung: Die FINMA muss ihre Regulierung an die schnelle Technologiedynamik anpassen, während KMU-Finanzabteilungen neue Risikoprofile in ihre Compliance-Strategien integrieren müssen. Ob OnePay in der Schweiz Fuß fassen wird, hängt weniger vom technologischen Fortschritt als von der Fähigkeit ab, regulatorische und steuerliche Komplexitäten transparent zu kommunizieren.
Quelle: Cointelegraph — Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
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References
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Originalquelle
Dieser Artikel basiert auf Walmart-backed OnePay adds tokens in push to serve ‘new to crypto’ customers (Cointelegraph)


